LITERATUR
06. November 2026 - 18:00 Uhr
vielSeitig 2026: János Jung liest
"Eine kurze Geschichte der Trunkenheit" von Mark Forsyth
Was mit angeschickerten Einzellern in der Ursuppe begann, setzte sich historisch in der immerwährenden menschlichen Tendenz fest, lieber häufiger als seltener zu tief ins Glas zu schauen. Zu jeder Zeit, an jedem Ort der Welt hat eine jede Kultur sich dem alkoholischen Rausch ergeben oder ihn - zweifelsohne erfolglos - bekämpft. Für die Perser eine Voraussetzung zur politischen Debatte, war die Trunkenheit für die alten Griechen ein Mittel zur Selbstdiszipli nierung und im antiken Ägypten Bedingung für spirituelle Ekstase und Erleuchtung. Kenntnisreich und berauschend witzig beschreibt Mark Forsyth in seiner feuchtfröhlichen Kulturgeschichte des Betrunkenseins, warum wir evolutionär danach streben, dem Alkohol zuzusprechen. Seriös und voller Enthusiasmus berichtet er von alten Ägyptern mit Schlagseite, Weintrinkern im antiken Griechenland und sternhagelvollen Wikingern.Mark Forsyth, 1977 in London geboren, studierte Literatur und Linguistik an der University of Oxford. Sein besonderes Interesse gilt der Semantik und Worten, die in der Alltagssprache nicht mehr verwendet werden. In seinem Blog The Inky Fool teilt er seit 2009 seine Liebe zur Sprache. Er lebt in London.János Jung hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen und als Synchronsprecher gearbeitet. Seine Stimme "muss man mit eigenen Ohren gehört haben. (...) Wie ein Fels, der sich gegen die Brandung stemmt. Gleichzeitig warm wie eine Umarmung an kühlen Sommerabenden." (Julia Wildemann, Siegener Zeitung)
Veranstaltungs-ID: 63958 bsw
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