Kunst/Vernissage
Vorträge

Donnerstag | 10.09.2026 | 18.00 Uhr
Vortrag über Siegener Pionier der Kartografie
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Der gebürtige Siegener Tilemann Stella (1525-1589) trieb die Kartografie maßgeblich voran. Er steht deshalb im Fokus des nächsten Vortrags der Reihe „Siegener Forum“: Am Donnerstag, 10. September 2026, nimmt Oliver Teufer vom Siegener Stadtarchiv die Zuhörenden mit auf eine Reise durch das Leben und Wirken des außergewöhnlichen Kartographen. Geboren wurde Stella vor 500 Jahren als Tilemann Stolz und Sohn eines Schusters in Siegen. Seine Schulzeit verbrachte er an der von Erasmus Sacerius gegründeten Lateinschule. Später führte ihn sein Weg nach Mecklenburg: Ab 1559 stand er im Dienst Herzog Johann Albrechts und arbeitete in Rostock als Mathematiker, Wasserbaumeister und vor allem als Kartograph. Stella hinterließ zahlreiche Karten und leistete unter anderem wichtige Vorarbeiten für den berühmten St. Gallener Globus. Damit gehört er zu den Pionieren der modernen Kartographie. Seiner Heimatstadt Siegen blieb Stella trotz der großen räumlichen Entfernung verbunden. Immer wieder ließ er dem Siegener Stadtrat beispielsweise Abdrucke seiner Arbeiten zukommen. Oliver Teufer beleuchtet in seinem Vortrag die unterschiedlichen Facetten von Stellas bewegtem Leben. | HINWEIS: Einlass: 18 Uhr
Eintrachtsaal der Siegerlandhalle, Koblenzer Str. 151, Siegen
(ID 63951) Veranstalter: Stadtarchiv Siegen



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Literatur

Donnerstag | 10.09.2026 | 19.00 Uhr
Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern
Vortrag, Lesung und Gespräch mit Antje Schrupp
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Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende. Seine Zeit ist vorbei. Das Patriarchat war eine hierarchische Ordnung mit »alten weißen Männern« an der Spitze, gestützt auf anerkannte Institutionen wie Universitäten, Parlamente und Kirchen. Auch diese Zeiten sind passé. Heute basiert Macht auf dem Recht des Stärkeren, physischer Gewalt, ökonomischer Überlegenheit und Willkür. Das ist kein Patriarchat, sondern postpatriarchales Chaos. Darauf müssen feministische Strategien reagieren. Intellektuell funkelnd und geistreich-pointiert nimmt die Politologin Antje Schrupp eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen oberstes Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist. Antje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin und Journalistin und lebt in Frankfurt am Main. Sie forscht vor allem zur politischen Ideengeschichte von Frauen und promovierte über feministische Sozialistinnen im 19. Jahrhundert. Außerdem beschäftigt sie sich seit Langem mit feministischer Wirtschaftsethik. In ihrem Blog »Aus Liebe zur Freiheit« mischt sie sich in aktuelle feministische Debatten ein und forderte u. a. ein Schuldbekenntnis der Kirche für die jahrhundertelange patriarchale Theologie. 2025 erhielt sie den Luise-Büchner-Preis für Publizistik.
Kulturhaus Lÿz, St.-Johann-Str. 18, Siegen
0271/333-2448
(ID 63644) Veranstalter: kulturGRÜN



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